Eine Wochenende, rund um Elend

Wie hatte ich mich gefreut, endlich ein langes Wochenende mit Kamera und Eisenbahn. Schön am Donnerstag Abend kam ich mit meinem Fahrzeug auf dem Wohnmobil Stellplatz an. Eine Ruhe dort und der Charme von Damals, als ich aufgewachsen bin vor rund 45 Jahren.

Noch am Abend begann das Studium der Fahrpläne der HSB und beim Anmelden im Wohnmobilstellplatz der nette Hinweis „Sie brauchen erst hier loslaufen zu Zug, wenn Sie den Zug Pfeifen hören“ Erster Versuch beim letzten Zug aus Richtung Nordhausen, es klappt.

Am zweiten Tag gleich früh war der erste Gedanke, fahre doch nun mit dem ersten Triebwagen aus Nordhausen kommend nach Drei Annen Hohne. Der Gedanke hatte sich auf Grund von durchziehenden Starkregen erledigt, also ging es zu Fuß zwei Stunden später bei leicht bedecktem Himmel nach Drei Annen Hohne. Der Weg wurde mir über Kommot dargestellt, an der Strecke viele schöne Fotopunkte zu sehen.

Nach der Wanderung von 4,72 km ging es an die Fotostelle im Bahnhof und es wurde viele Aufnahmen gemacht von den Zügen aus/in Richtung Brocken. Auch sind sehr schöne Videos entstanden, die ich in Kürze zur Verfügung stelle.

Zum Abschluss meiner Aufnahmen kam die Fahrt mit der V100 aus dem Lokomotivbau Babelsberg, auch Harzkamel genannt. Die Lok sah optisch schon sehr gepflegt aus, auch der Sound der Lok war sehr angenehm zu hören.

Der zweite Teil des Tages beginnt

So nach diesen Aufnahmen, gab es Cafe und Kuchen in der Bahnhofsgaststätte von Drei Annen Hohne. Die Location habe ich das erste Mal im Winterurlaub 1982 besucht, ich freue mich darüber, das hier ein Stück Zeit hängen geblieben ist. Die Bedienung sagte, es ist heute nur noch ein Imbiss, wegen der Steuern. Es ist schon fast Kult, dort zu sitzen.

Nun denke ich noch ein Foto, da treffe ich ein Lokführer Kollegen, der mir über seine Tätigkeit bei der HSB berichtet. Er hat seit drei Monaten eine Planstelle und hier ist seine Planlok. Diese Bergriffe habe ich seit meiner Ausbildung 1988 in Berlin Ostbahnhof nicht mehr gehört. Zur Erläuterung: eine Planstelle ist ein fester Platz in einem Dienstplan, der immer nach den gleichen Prinzip abläuft, in Woche 1 geht es los und Du weißt in Woche 3 und 6 hast Du jeweils ein langes Wochenende frei und sonst geht es immer den Harz hoch und runter. Immer wenn der Planlokführer zusätzlich frei haben will oder Urlaub hat, dann dürfen die Vertreter den Kollegen vertreten.

Was ist nun eine Planlok, Du bist verantwortlich für die Maschine, die Du fährst, dass bedeutet Du hast für die Lok immer die Verantwortung und versuchst Dich mit den Kollegen anzusprechen, dass jeder seinen Teil der Wartung durchführt. Bei guten Kollegen klappt es.

Nun ging es mit den Nachmittagszug in Richtung Elend zurück. Schön dabei war, dass dieser Zug von vielen Menschen genutzt wurde, die mit dem 49 € Ticket die HSB besucht haben.

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